Schmerzen beim Tier erkennen

„Nein, Schmerzen hat er keine“

Viele Menschen glauben, dadurch das Sie ihr Tier in und auswendig zu kennen und mit ihm kommunizieren zu können, klar sagen zu können, das ihr Tier keine Schmerzen hat, aber ist dem wirklich so? Nur weil mein Tier normal frisst und beim spielen nicht jaul, heißt es nicht das es keine Schmerzen hat, denn das Tier kann es uns nicht sagen. Natürlich ist ein Tier Meister darin, sich durch Meideverhalten vor Schmerzen zu schützen und dadurch diese zu lindern und dann gibt es auch noch die Tiere, die sehr gut über den Schmerz hinweg sehen können. Wie erkenne ich als Halter also, ob mein Hund oder meine Katze Schmerzen hat - was können Hinweise sein, dass es ihm nicht gut geht? Viele Tiere, gerade Hunde, neigen dazu, nur dann Schmerzen zu zeigen, wenn sie sich unbeobachtet fühlen. Versuchen sie also, den Hund in einer entspannten und für ihn vermeintlich unbeobachteten Situation zu beurteilen. Gerade ein Hund der etwa unter einer Arthrose oder einer Spondylose leidet, wird sich etwa anders hinlegen oder setzen, als er es früher getan hat. Wenn Sie ihm aber den Befehl Platz oder Sitz geben, werden Sie kaum eine Veränderung bemerken.
Im Prinzip kann jede Veränderung schon ein Anzeichen von Schmerz sein, also ein „früher hat er immer…., aber das macht er seit ein paar Tagen oder Wochen nicht mehr“ kann durchaus ein Anzeichen dafür sein, dass Ihr Hund Schmerzen hat.
 

Aber es gibt natürlich noch viel mehr:

  •  der Hund hinkt oder lahmt auf einem Bein

  •  sein Rücken scheint aufgekrümmt oder aufgezogen

  •  er springt nicht aufs Sofa oder ins Auto

  •  er läuft weniger schwungvoll oder auch im Passgang

  •  er läuft schräg oder steif

  •  seine Hinterhand scheint zu schwingen, er scheint „mit dem Po“ zu wackeln

  •  er setzt sich ungern oder schief

  •  er liegt vermehrt auf einer Seite und vermeidet eine Belastung der anderen Seite

  •  er liegt lieber als zu stehen oder zu sitzen

  •  er steigt ungern Treppen

Natürlich gibt es neben diesen Verhaltensauffälligkeiten auch Lautäußerungen oder optische Veränderungen, die auf Schmerzen hindeuten können. Dazu gehören neben dem für jeden eindeutigen Jaulen oder Fiepen auch Zähneklappern, Schmatzen oder auch der vermehrte Speichelfluss.
Deshalb sollten sie zu erst ihren Tierheilpraktiker oder Tierarzt aufsuchen und nicht auf eigene Faust los legen. Bereits kleinste Veränderungen im Gangbild, die für Sie als Besitzer möglicherweise gar nicht sichtbar sind, können einen Hinweis auf eine Schmerzhaftigkeit geben. Auch eine Triggerpunktuntersuchung gehört zum üblichen Ablauf der Diagnosestellung - hier werden Verhärtungen in der Muskulatur aufgespürt, die Schmerzen verursachen. Für eine eventuelle Röntgenuntersuchung muss natürlich ein Tierarzt hinzu gezogen werden.
Wenn die Ursache gefunden ist, kann es an die Behandlung gehen und auch hier stehen uns zahlreiche Wege offen. So können wir gemeinsam entscheiden, welchen Weg Sie gehen möchten.
Ich freue mich auf Ihren Anruf oder Email!